Level Up in Germany 2025: ein Tag zum Lernen, sich Wiedererkennen und Weitergehen
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Level Up in Germany 2025: ein Tag zum Lernen, sich Wiedererkennen und Weitergehen

Équipe Level Up in Germany15. Oktober 2025

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Wenn man von Level Up in Germany spricht, könnte man es eine Konferenz nennen. Aber ehrlich gesagt war diese erste Ausgabe viel mehr als das.

Es war ein Moment der Begegnung. Ein Moment, in dem sich die afrikanische Diaspora in Deutschland zusammengefunden hat, um über das zu sprechen, was sie wirklich erlebt: die Ankunft in einem neuen Land, die Sprache, das Studium, die Arbeit, das Geld, die Einsamkeit, die Zweifel, aber auch die Ambition, die Disziplin, den Glauben und den Wunsch, erfolgreich zu sein.

Schon zur Eröffnung war der Ton gesetzt: Man wird nicht allein erfolgreich.

Und genau das haben wir den ganzen Tag über gespürt.

Die Speaker kamen nicht, um perfekte Geschichten zu erzählen. Sie sprachen mit Aufrichtigkeit. Sie teilten ihre Anfänge, ihre Fehler, ihre schwierigen Momente, aber auch die Entscheidungen, die es ihnen ermöglicht haben, voranzukommen.

Ted Nguelemo hat uns daran erinnert, dass man manchmal den Mut haben muss zu sprechen, selbst wenn man Angst hat. In Deutschland trauen sich viele Menschen nicht, sich auszudrücken — wegen ihres Akzents, wegen der Blicke der anderen oder aus Angst, Fehler zu machen. Aber seine Botschaft war klar: Zu warten, bis man perfekt ist, bedeutet oft, blockiert zu bleiben. Mut beginnt genau dann, wenn man trotz der Angst handelt.

Der Tag hat auch erlaubt, über ein sehr wichtiges Thema zu sprechen: das innere Gleichgewicht. Zwischen Studium, Arbeit, familiären Verpflichtungen und dem Erfolgsdruck vergessen viele am Ende sich selbst. Die Gespräche über Diskriminierung, Selbstvertrauen und mentale Gesundheit haben eines gezeigt: Seine Wunden zu erkennen ist keine Schwäche. Es ist oft der Beginn des Wiederaufbaus.

Ein weiterer starker Moment war der Teil über Finanzen. Cedric Folepe hat einfach und konkret über Geld gesprochen. Nicht mit großen Worten, sondern mit Realitäten, die viele kennen: das Gehalt, das kommt und zu schnell wieder verschwindet, die Rechnungen, die schlechten Gewohnheiten, der Mangel an Strategie. Seine Botschaft war sehr klar: Finanzielle Freiheit beginnt mit Disziplin. Sparen, seine Ausgaben verfolgen, in sich selbst investieren, klein anfangen, aber früh anfangen. Das sind einfache Ratschläge, aber sie können einen Werdegang wirklich verändern.

Calixte Kenmogne wiederum hat über Gehaltsverhandlung und professionelles Mindset gesprochen. Was ich mir gemerkt habe: Seinen Wert zu kennen, bedeutet nicht, arrogant zu sein. In Deutschland gehört es zum beruflichen Spiel, sich präsentieren zu können, über seine Kompetenzen zu sprechen, sein Gehalt zu verhandeln und sich seriös vorzubereiten. Wir können nicht erwarten, dass andere unseren Wert anerkennen, wenn wir ihn selbst nicht zu vertreten wissen.

Auch der Teil über Studium und beruflichen Einstieg war sehr reichhaltig. Mehrere Werdegänge haben gezeigt, dass Erfolg hier mehr verlangt als gute Noten. Man muss sich informieren, Mentoren suchen, seine Universitäts-E-Mails lesen, an Veranstaltungen teilnehmen, ein Netzwerk aufbauen, Werkstudenten-Möglichkeiten nutzen und vor allem konstant bleiben. Jedes Zeugnis hat auf seine Weise daran erinnert, dass Erfolg nicht zufällig kommt. Er wird mit Methode aufgebaut.

Was Level Up besonders macht, ist auch die Tatsache, dass die Schwierigkeiten nicht versteckt werden. Wir haben über Frustrationen, Misserfolge und die Momente gesprochen, in denen man an sich selbst zweifelt. Einige haben über Vorurteile, Hindernisse, durchgefallene Prüfungen, Phasen ohne Job, Prokrastination und sozialen Druck berichtet. Und doch war die Schlussbotschaft nicht traurig. Im Gegenteil. Alle gingen mit dieser Idee nach Hause: Was du erlebst, kann zu einer Stärke werden, wenn du beschließt, etwas daraus zu machen.

Am Ende versteht man, dass Level Up in Germany nicht nur eine jährliche Veranstaltung ist. Es ist eine Community. Ein Raum, in den man kommt, um Inspiration zu suchen, aber auch konkrete Antworten. Ein Ort, an dem Neuankömmlinge von denen lernen können, die bereits bestimmte Etappen durchlaufen haben. Ein Ort, an dem Studenten, junge Berufstätige, Unternehmer und engagierte Menschen sich verbinden und gemeinsam vorankommen können.

Diese erste Ausgabe hat eines gezeigt: Die Diaspora braucht diese Art von Raum. Einen Raum, in dem man wahrhaftig spricht, in dem man Erfahrungen teilt, in dem man lernt, sich besser zu integrieren, ohne sich selbst zu verlieren, und aus dem jeder mit mehr Klarheit zurückgehen kann.

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Wenn du in Deutschland bist — ob als Student, Auszubildender, junger Berufstätiger, Unternehmer oder einfach auf der Suche nach Richtung — ist Level Up in Germany ein Termin, den man nicht verpassen sollte.

Man kommt, um zuzuhören.

Man bleibt, weil man sich wiedererkennt.

Und man geht mit dem Wunsch nach Hause, es besser zu machen.

Level Up in Germany — Wurzeln woanders, Flügel hier.